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Etwas vom OK-Presi

In dieser Rubrik werden, in unregelmässigen Abständen, Berichte, Meinungen und Kommentare vom OK-Präsidenten erscheinen.

Da es nur noch einige Wochen dauert, bis die 24. Ausgabe unseres Events über die Bühne geht, ist es an der Zeit, der geneigten Leserschaft dieser Rubrik, wieder einmal einige Präsidiale Gedankengänge zu offenbaren.

Aus organisatorischer Sicht sind die Vorbereitungen so gut wie abgeschlossen, das Programm ist bestätigt und auf dem Papier steht dem Start der diesjährigen Ausgabe eigentlich nichts mehr im Wege. Nun beginnt wieder die Zeit, in der man eigentlich nur darauf wartet, dass es endlich losgeht mit dem Aufbau, damit man endlich auch einmal sehen kann was bisher nur auf dem Papier besteht. Es ist auch die Zeit, in der ich ( natürlich nur von Amtes wegen ) vermehrt Termine mit Journalisten habe, die sich ( natürlich auch nur von Amtes wegen… ) für unser Festival interessieren. Dabei wird mir eine Frage immer wieder gestellt: auf wen oder was freust Du Dich am meisten? So banal wie diese Frage auch klingt, beinhaltet sie jedoch ein gewaltiges Überlegungspotenzial. Ja, auf was freue ich mich wirklich am meisten? Also eines ist klar: auf die Farbe der diesjährigen Helfer T- Shirts sicher nicht… Kann ich mich denn nach all den Jahren überhaupt noch auf das Festival freuen? Die Antwort ist ganz klar ja, natürlich freue ich mich auf unseren Anlass.  Es ist weniger die Freude auf den Anlass selber, denn wenn am Freitag die Türöffnung erfolgt, läuft das Ganze eigentlich fast von selber ab, ohne dass wir die Dinge noch gross beeinflussen können, denn wir haben den Ablauf ja in unzähligen Sitzungen, bis ins kleinste Detail geplant, besprochen, geändert und dann doch irgendwann festgelegt. So, was ist es denn nun, auf das ich mich am meisten freue? Ich möchte die Antwort darauf, mit einem Zitat des Schriftstellers John Ruskin, beginnen: “ Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.“   Ich kann mir absolut vorstellen, dass sich einige Leser dieses Präsidialen Gedankenergusses fragen werden, was der Verfasser dieser Zeilen eigentlich damit sagen will, aber für mich, bringt es genau dieses Zitat auf den Punkt. Also, am meisten freue ich mich auf die Zeit, die ich während der Auf- und Abbauzeit mit unseren Helferinnen und Helfern verbringen werde. Unser Festival ist nur durchführbar, weil alle Beteiligten, vom Helfer bis zum OK, ehrenamtlich arbeiten. Da ist sowohl der 16 Jährige Lehrling, wie auch der 60 Jährige Betriebsleiter, die sich dieser Tatsache bewusst sind und sich trotzdem mit viel Freude und noch mehr Einsatz einbringen, um ihren Teil zum Gelingen des Events zu leisten. Während dieser Zeit werden wir alle zu einer Einheit, die am selben Strick ziehen, um gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Auch wenn während dieser Zeit die Tage lang und die Nächte kurz werden ( gäll Fredi B. ),ist es das Zusammensein mit der “ Rockfestfamilie “, auf das ich mich wirklich jedes Jahr wieder freue.

Um dieser ganzen Rubrik noch etwas mehr Literarischen Tiefgang zu verleihen, möchte ich diese Gedankengänge mit einem weiteren Zitat von Johann Wolfgang von Goethe, abschliessen: “Leider lässt sich wahre Dankbarkeit mit Worten nicht ausdrücken “.

In diesem Sinne wünsche ich allen Freunden des Brienzersee Rockfestival noch eine kurzweilige Zeit und ich freue mich ehrlich auf unser “ Familientreffen “ Anfang August am oberen Ende des Brienzersee.

Mit rockigen Grüssen

Peter Schneider